
Veranstaltungreihe – Gegen Das Vergessen
April 23 @ 19:00 - 21:00

INITIATIVE APRIL 1945 80 JAHRE DANACH
Veranstaltungsreihe zur Erinnerung an die
damaligen Taten und Opfer von Verbrechen.
Mittwoch, 23. April, 19:00 Uhr
Crailsheim, Gottesackerkapelle
Ausstellungseröffnung Audiovisuelle Installation
Lost Faces – Lost Names (Stefan Labude) 16 Gesichter – 16 Namen – 16 Menschen aus Russland, die 1945 und in den Jahren davor in Crailsheim und Umgebung gelebt und gearbeitet haben. Heute liegen sie auf dem „Ehrenfriedhof“ in Crailsheim, im Gräberfeld XIII, beerdigt. I Stadtarchiv Crailsheim
April 1945
80 JAHRE DANACH und schon vergessen?
Der April 2025 bietet Anlass zu Erinnerung und Gedenken. Kurz vor dem Ende von Krieg und Grauen vor 80 Jahren geschahen in unserem Landkreis noch Verbrechen, die das Ergebnis blinden und fanatischen Führerkults und eingeübter Menschenverachtung waren.
Diese Verbrechen wurden systematisch und von langer Hand geplant, wie die Ausbeutung und Vernichtung von Menschen. Ausdruck hierfür ist das KZ-Außenlager in Schwäbisch Hall – Hessental, aber auch die sogenannte Ausländerkinder- Pflegestätte in Bühlerzell – Gantenwald. Geschehnisse, wie die auf dem Bahngelände in Eckartshausen, die sich eher zufällig genau dort ereigneten, waren Ausdruck dieser Systematik der Vernichtung. Der gleichen Gesinnung entsprangen die eher situativ zu nennenden Vorkommnisse in Brettheim oder Kirchberg / Jagst
mit neun ermordeten Menschen. Verschiedene Ereignisse in Crailsheim waren nicht nur Belege solcher Gräuel, sondern führten letztlich zur herbeigeführten umfassenden Zerstörung der Stadt.
In allen Fällen waren blinder Gehorsam und Eifer zu erleben, die nur Destruktion in sich trugen. Eine vollkommene Verachtung der Menschenwürde ließ viele zu Werkzeugen der Vernichtung menschlichen Lebens werden. Vor bald 80 Jahren wurde diesen Verbrechen ein Ende von außen bereitet. Umso irritierender ist das
erneute Aufkommen von Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus und im Grunde der Ablehnung jeglicher Menschlichkeit, wie sie damals auch bis zum eigenen Untergang ausgelebt wurde.
Die jeweiligen örtlichen Initiativen und Organisationen erinnern an die damaligen Taten und Opfer von Verbrechen. Sie rufen auf zum Schutz aller Menschen und deren Würde im Sinne der sowohl im Deutschen Grundgesetz als auch in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen überzeitlich festgelegten Normen.
Deshalb laden wir ein zu einer Reihe von Gedenkveranstaltungen.